Vereinsflugbuch
Eine Instanz für den ganzen Verein. Jedes Mitglied führt sein eigenes Flugbuch — auf einem Server, der dem Verein gehört.
Wie es in vielen Vereinen läuft.
Die Mitglieder führen ihr Flugbuch irgendwie: einige auf Papier, einige in einer Tabelle, einige in einer App mit Abo. Vor der Verlängerung wird gerechnet, oft zu spät. Fragt der Vorstand nach, muss jeder selbst nachsehen.
NinerLog löst daran nicht alles — aber es gibt dem Verein eine gemeinsame Grundlage, ohne dass jemand seine Daten an einen Anbieter abgeben muss.
Eine Instanz, viele Flugbücher.
Mitgliederverwaltung
Ein Administrationsbereich zum Einladen, Aktivieren, Deaktivieren und Zurücksetzen von Konten. Kein Eingriff in die Datenbank, keine Kommandozeile.
Getrennte Flugbücher
Die Verwaltung sieht Konten und Gesamtzahlen. Es gibt keine Ansicht, die die Flugeinträge eines anderen Mitglieds öffnet.
Ankündigungen
Hinweise zum Flugbetrieb, Wartungszeiträume oder Sicherheitsmitteilungen erscheinen direkt auf der Startseite der Mitglieder.
Fluglehrer inklusive
Schulungsflüge werden auf derselben Instanz unterschrieben und anschließend gesperrt. Die Schüler müssen den Vereinsserver dafür nicht verlassen.
Segelflug und UL sind mitgedacht.
Der typische deutsche Luftsportverein fliegt nicht nur Motorflug. Deshalb kennt NinerLog auch die Regeln, die im Verein tatsächlich gebraucht werden:
- Segelflug (SPL, LAPL(S)): 5 Stunden, 15 Starts und 2 Schulungsflüge in 24 Monaten nach FCL.140.S — und je Startart 5 Starts, getrennt für Winde, F-Schlepp und Eigenstart.
- Ultraleicht: eigene Bewertung nach LuftPersV §45 statt eines EASA-Ersatzes, der nicht passt.
- TMG: die Erweiterung nach FCL.140.S(b)(2) wird getrennt von der PPL-Klassenberechtigung geführt.
Mitglieder mit mehreren Lizenzen — SPL und PPL — führen trotzdem nur ein Flugbuch.
Was es kostet — und was es an Aufwand bedeutet.
Die Software kostet nichts, auch nicht pro Mitglied. Es gibt keine Lizenzgebühr und keine Staffelung nach Vereinsgröße. Der API-Teil steht unter AGPL-3.0, alles übrige unter MIT.
Was der Verein aufbringen muss, ist ein kleiner Server und jemanden, der ihn betreut. Die Installation läuft über Docker Compose mit fertigen Images, aber Betriebssystem-Updates, TLS-Zertifikate und — vor allem — geprüfte Sicherungen bleiben Vereinssache.
Ehrlich gesagt: Wenn sich im Verein niemand findet, der das zuverlässig übernimmt, ist die kostenlose gehostete Version die bessere Wahl. Ein Flugbuch ist ein Nachweisdokument — ein Server, um den sich am Ende niemand kümmert, ist das größere Risiko als ein externer Anbieter.
Umgekehrt gilt: Wer den Server betreibt, hat auch Zugriff auf die darunterliegende Datenbank. Die Anwendung trennt die Flugbücher der Mitglieder voneinander, aber Selbsthosting heißt, dem eigenen Administrator zu vertrauen statt uns. Das sollte im Verein bewusst entschieden und offen kommuniziert werden.
Im Verein ausprobieren.
Am einfachsten testet ihr NinerLog zunächst über die gehostete Version — und richtet den eigenen Server erst ein, wenn klar ist, dass es passt.